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Projekt 2018

 

„Willkommen in der Zukunft!“          

Mo. 22.10. – 26.10.18            10:00 – 16:00 Uhr

 im Jugendzentrum „KICK“ des KINDERSCHUTZBUND OV BAD MÜNSTEREIFEL E.V.

GEFÖRDERT VOM „KULTURRUCKSACK NRW“

 

PROJEKT – BERICHT

Durch die Projektförderung des „Kulturrucksack NRW“ konnte nun das 5. Mal unter der Anleitung von Trickfilm-Profi Thomas Schneider – Trumpp eine besondere Filmaktion zum Thema „Respekt 4 all“ durchgeführt werden.

Im vergangenen Jahr hatten Volker Haas, Leiter der Jugendeinrichtung „KICK“ und Thomas Schneider Erfahrungen mit Green Screen Filmaufnahmen gemacht und an die Teilnehmer/innen 2017 vermittelt. Es entstand ein wunderbarer Film, bei dem Europa überflutet wurde.

In diesem Jahr wollte man sich diese Erfahrungen zu Nutze machen!

Mit 9 Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 14 Jahren, zwei „technischen Assistenten“ (16 und 18 Jahre) und den Schwestern Nages (17) und Sarah (15) aus Afghanistan, die sich für die Essenzubereitung zur Verfügung stellten, startete am Mo. 22.10. pünktlich um 10 Uhr das Projekt.

 

 

Das Wesentlich bei Green-Screen-Aufnahmen ist ein sehr gut ausgeleuchteter, grüner Hintergrund, ohne Schattenbildung, möglichst faltenfrei gespannt, damit die Personen (die keine grüne Kleidung tragen dürfen) auf den Filmaufnahmen technisch gut „freizustellen“ sind und „gerändert“ werden können. Spezielle Bildbearbeitungssoftware blendet das Grün aus und der Hintergrund kann durch beliebiges Bild- oder Filmmaterial ersetzt werden.

Diesmal war das Thema vorgegeben. Die Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI) ist im Vormarsch und wird in den kommenden Jahren mehr an Bedeutung erlangen! Das betrifft die in den 2000er Jahren heranwachsenden Generationen, deren Umgang mit PC, Handy und anderen technischen Neuerungen allgegenwärtig und selbstverständlich ist aber die Auswirkungen dessen für die Menschheit noch im „Nebel“ liegen. Skepsis eher bei denen,  welche den Einzug des TV-Gerätes ins Wohnzimmer der Eltern erlebten!

Dennoch kein Grund zur Panik, ob die „KI“ Arbeitsplätze schafft oder vernichtet ist umstritten, klar ist, dass selbst die Maschinen erst einmal lernen müssen, bevor sie eigene Strategien entwickeln können… es sei denn…..

Zum Filminhalt:

…..durch einen „Zufall“ entdecken spielende Kinder eine andere Welt: Durch ein „Gate“ gelangen sie auf einen Planeten der von „KI“ (in Form von Robotern) bewohnt wird. Diese beschließen soeben das der „Virus Mensch“ von der Erdoberfläche entfernt werden soll, weil …. Na ja, sie können diese drastische Maßnahme sehr eindrücklich anhand von bestehenden Tatsachen begründen….

 Die Teilnehmer/innen in unterschiedlichen Arbeitsprozessen:

Die Green-Screen Technik kann nicht alles leisten,  auf altbewährtes musste zurückgegriffen werden: So wurde z.B. der Planet der Roboter als Bühnenbild aufgebaut. Da wurden Roboterpuppen gebaut, Halle und Maschinenteile simuliert sowie diffuse Beleuchtung angebracht. Es waren viel Phantasie und Kreativität gefragt, Bastelleidenschaft entwickelte sich, die unterschiedlichsten Materialien fanden Verwendung.

 

Die Arbeit mit den Kindern:

Vor jeder Filmproduktion steht das „Brainstorming“, welches Thema, Umsetzung und das Erstellen des Storyboards beinhaltet.

Dieser kreative Prozess erfordert Phantasie und respektvollen Umgang mit den Stories der Kinder, welche aufs – Machbare und Durchführbare überprüft werden musste. Es herrschte rege Beteiligung beim Austüfteln der Szenenabfolge. Zu Beginn und zum Abschluss des Tages – und auch mal zwischendurch – gab es ein „Meeting“ zum Stand der Arbeiten.

Das Bauen der Puppen und der Szenenaufbau „Roboterplanet“ verlangten Handwerk und Geschick, Spaß am Gestalten und Malen, Engagement und Ausdauer, welches bei den Teilnehmer/innen mehr oder weniger vorhanden war. Auch war es manchmal schwierig die Teilnehmer/innen am Set zu halten was daran lag, das einige von den Eltern ungefragt bei uns „untergebracht“ wurden.

Schön war zu erleben, wie die jugendlichen -technischen und hauswirtschaftlichen- Helfer/Innen am Thema und deren Umsetzung mitarbeiteten und mit ihrem technischen Knowhow bzw. Ideenreichtum glänzten.

Bei mehreren Szenen konnten die Protagonisten in die Stadt und sich der Tatsache – zu einem „Filmteam“ zu gehören – stellen. Da mussten Passanten ferngehalten -, und Szenen zum wiederholten Mal abgedreht werden, weil sich die SchauspielerInnen – auch zum wiederholten Mal durch Passanten und Geräusche von der eigentlichen schauspielerischen Aufgabe ablenken ließen. Tja, das Leben eines Filmstars ist gar nicht so einfach… 🙂

Zur Entspannung konnte im Jugendzentrum „KICK“ des Kinderschutzbundes auch eine Runde Kicker, Billard oder Tischtennis gespielt werden. In den ersten drei Tagen war dies allerdings durch die Green Screen – Aufbauten nur eingeschränkt möglich. Diese ersten Tage ließen auch nicht viel Zeit fürs Spielen übrig, mussten doch die Filmaufnahmen zügig abgedreht werden damit dem Referenten und Profi Thomas Schneider Zeit genug blieb die einzelnen Elemente, hier: Außen – und Green-Screen Aufnahmen, Trickfilmsequenzen, Musik und Ton, zusammengefügt werden konnten.

Mit der Unterstützung der „Kulturrucksack“ Projektgelder, ein sehr gelungenes Herbst – Ferienangebot im Kreis Euskirchen!

Projektleitung und Bericht: Volker Haas

Referent: Thomas Schneider Trumpp

Für die Gaumenfreuden sorgten Nages und Sarah Mohammadi.

Als Teamleiter/technische Assistenten unterschiedlicher Projektabschnitte bewährten sich Janis Tschöpe und Bufti Jannic Dusic.